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Cem legt mich flach und woher hat Toni eigentlich die Glaskugel?

Gestern abend haben Cem „homoludens“ Tasalan und ich das 2. Match beim „Real German Championchip“ ausgetragen. Es war wirklich spannend und ein hervorragendes Spiel, welches wir beide genossen haben. Schicke Bluffs, tolle Moves, geile Treffer. Ausgezeichneter Gegener! Glückwunsch an Cem und ich hoffe Du bringst die Chips in die Finalrunde. Chem hat einen Bericht im „Pokeraction-Info“ veröffentlicht, den ich besser nicht wiedergeben könnte. Desswegen cut/ copy/ paste und hier kommt er:

sprechblase

Nachdem ich meine erste Runde gegen „snoop18xxx“ relativ locker 3 : 0 gewonnen habe, war meine nächste Gegnerin Katja Thater. Katja hat sich als erfolgreiche Turnierspielerin ein Namen gemacht und wird inzwischen von Pokerstars gesponsert.
1. Turnier Omaha Potlimit: PLO ist meine liebste Cashgame Variante, dementsprechend machte ich mir gewisse Hoffnungen diese Partie zu gewinnen. In den ersten 15 Minuten haben wir uns vorsichtig „abgetastet“. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass Sie sich beim PLO nicht richtig wohl fühlt. Obwohl die Partie über eine halbe Stunde dauerte, war ich zu keinem Zeitpunkt in wirklicher Gefahr und gewann schliesslich mit einer Strasse am turn, die bis zum river hielt.
2. Heads-up Limit Holdem. Ich bin ein passabler Limit Holdem Spieler…solange nicht shorthanded gespielt wird. Sobald fünf oder weniger Spieler am Tisch sind, agiere ich zu passiv. Ich habe Katja schon am 100-200 Limit Tisch bei Pokerstars beobachtet. An Aggressivität fehlt es ihr nicht. Erneut geht es in den ersten 20 Minuten hin und her. Sie spielt gutes tight aggressive Poker. Als die blinds bei 25-50 angelangt sind, raise ich am button mit 10 2 in Herz, Katja smooth called, flop 10 Q 10, Katja checked. ich spiele an, sie called, turn 10 !!!, sie checked, ich spiele an, sie called, river 4, jetzt spielt sie an, ich raise, sie reraise, ich rereraise, she called. Am Chat erwähnt sie, dass sie die Asse hatte. Von diesem Pot kann sie sich nicht mehr richtig erholen, kriegt auch keine Karten mehr und verliert shortstack mit KQ gegen 10 6, wo ich am turn erneut eine Strasse kaufe.
Nächste Partie Sevencard Stud. Das ist meine schlechteste Disziplin und vermutlich ihre beste. Und genau so verläuft das Heads-up. In den ersten 20 Minuten gewinnt sie vier der fünf grossen Pots. Ich bin immer wieder im Hintertreffen. Diese Partie zieht sich fast eine Stunde hin. Dreimal kann ich mich knapp aus der Schlinge ziehen ( 2x die grösseren zwei Paare, einmal einen Drilling) Wenn ich einen dieser drei Spiele verliere, bin super kurz, quasi klinisch tot. Doch ich kann mich jedesmal retten. Inzwischen sind die Antes und Bring-ins so hoch, dass jeder grosse Pot entscheiden kann. Das Glück ist auf meiner Seite. Ich gewinne einen grossen Pot, danach hat sie nur noch wenige Chips und verliert schlussendlich mit ein Paar Sechsern gegen meine zwei Paar.
Ich gewinne das Heads-up Duell gegen Katja mit 3 : 0. Das Ergebnis gibt den Werdegang nicht richtig wider. Sie ist eindeutig die bessere Stud Spielerin aber ich war der Glücklichere.
Euer Cem

Also Rechner aus und ab nach Schenefeld zum Cashgame. Da ich ja den Beginn des 200-er Weekly verpasst hatte und das Turnier noch lief als ich kam, vertreibe ich mir meine Zeit mit Schwätzchen und Getränken an der Bar.

Zwischendurch besuche ich Jan, der noch im Turnier ist. An seinem Tisch sitzt auch Toni, ein albanischer „Sam Farha look a like“. Bei jeder wichtigen Entscheidung wird er um Rat gefragt: „Kann ich JETZT all-in gehen?“, „Gewinn ich die Hand?“, „Halten meine Karten?“. Toni gibt treffsicher Aukunft. T6 vs AA? Kein Problem, schieb rein Deinen Schrott, das geht!
Und geht. AA wird mal wieder sauber gecracked. Toni hat die Glaskugel.

Endlich wird der 2. Cashgametisch frei. Gespielt wird PotLimit Holdem 10/20 Blinds. Wer den 50outs-Blog regelmäßig liest weiß, dass hier eine ganz heiße Runde läuft. Hassan, frisch aus dem Urlaub zurück und unser Riverman schlechthin, 2 Berliner Jungs, Achmed, Sebastian „Luckbox“ und Jan, um nur einige zu nennen.

Das Spiel geht los und der erste „Zugelaufene“ findet in Achmed einen Abnehmer seines gesamten Stacks. „Zu gefährlich für mich“ sagt er und verschwindet an den Limit-Tisch. Schade, ich hätte ihm auch gerne noch ein wenig über die Strasse geholfen.

Das Spiel heizt sich  richtig auf, die Chipstapel bewegen sich zwischen Zigarettenschachtel-Höhe und dem schiefen Turm von Pisa. Es geht hin und her und so kurz nach Mitternacht hat sich das Paar des Abends getroffen: Riverman Hassan, der selbst aus Scheisse noch ne Gewinnerhand macht und Marco, einer der Berliner Jungs, der furchtlos die 500-er Scheine reinschiebt auf ein mögliches Paar.

Ich sitze genau im Sandwich. Preflop blind Pot, reraise Pot. Kein Flop war unter 300 anzusehen, auf dem Flop gings dann munter weiter. Ich grinse in mich rein, geniesse den Hahnenkampf und mache meine Kohle. Wer nun glaubt, man könne an so einem Tisch nur auf die Nuts warten und dann abkassieren, der irrt sich gewaltig.
Paymans KK wurden gleich 2x ziemlich teuer gebürstet.

Achmed beschließt wie ich etwas früher Feierabend zu machen und dadurch komme ich mal 1 Stunde eher ins Bett. Heute abend gehts gleich weiter, diesmal NLHE in der neuen Spielbank Hamburg.

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