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Blanchieren, grillen oder mixen?

Nachdem sich doch ein paar Leute entschieden haben nicht mehr ausschließlich Omaha zu spielen aber um die Spannung in unseren Runden wieder ein wenig zu beleben, gab es gestern auf Sahins Initiative hin ein „Mixed Game“.

Die üblichen Verdächtigen wurden angerufen, in Schenefeld ein Tisch reserviert und sofort fanden sich mehr als 10 Spieler zusammen.

Don Koopeone managt das Wartelisten-Telefon und sorgt dafür, dass ein sich verspäteter Spieler (dessen Namen nicht genannt werden darf) noch Platz bekommt. Sogar P.M. nimmt seine Kopfhörer ab und bittet um Blockierung des Platzes. Der zu erwartende Spieler sorgt nämlich für Action und ist einer der würdigen Gegner für Hassan“Allmighty“. Die Matches zwischen Spielern eines solchen Kalibiers sind spannend und bereits legendär.

Gespielt wird 7-Card PL mit 5 Ante und 10 Bring-in, PLHE 10/20 und PLO 10/20 im Wechsel. Die Tischbesetzung ist erstklassig. Wir grinsen alle im Kreis und machen Wetten und Prognosen, dass hier mindestens ein Final-Table Kandidat für die WSOP sitzt. Hier gibt es keine One-Trick-Ponys, die mit verzweifeltem „All-in“ in einem NLHE Turnier überleben können sondern erstklassige Spieler, die in jeder Variante und zu jeder Zeit wissen was sie zu tun haben.
Die Stimmung ist angeheizt. Don Koopeone blufft gleich mit einem Re-Raise + Pot 50outs und mich gleichzeitig aus der Hand. 50outs wirft AADT ds und ich QQKJ ds auf einem T 8 5 rainbow Flop weg. Nur Jan Jachtmann glaubt ihm kein Wort und gewinnt einen sehr ansehnlichen Pot mit einem Paar 8. Ich dachte ich hör nicht richtig: “ Ein Paar 8.“ „Gewinnt!“. Aber sehr gut vorgetragen. Well done, Don Koopeone. Hier gibt es nichts umsonst. Jeder einzelne Chip wird hart umkämpft.

Ein geflopptes FullHouse, welches ich auf dem Turn wegwerfe (Der Don zeigt am Ende Quads mit J) kostet mich knapp 1K, die ich dann auch sofort ins Minus rutsche. Die Swings sind ja bekanntlich hoch, gerade mit diesen Spielern und dieser Action. Ich kann mich aber innerhalb 2 Stunden auf 3,5K + hochkämpfen. Zwischendurch, als ich so 4K vor mir stehen habe, mache ich mit Mini-Marten Jensen „Stackwechsel“. Das heißt, wir tauschen die Tische bzw. einfach die Plätze. Ich setzte mich zu seiner Runde an den Nachbartisch, kann aber leider seinen Stack nicht boosten. Der Tisch ist weak-passive. Wie sagte Mini neulich so treffend: „Du raised UTG und der Tisch called.“ Das ist ja nichts für mich, nach 20 Minuten hab ich das Gefühl noch ein bisschen länger und ich muss zur psychologischen Betreuung ins Hinterzimmer.
Unverrichteter Dinge tauschen wir zurück.

Da bleib ich doch lieber in meiner eigenen Küche und beschäftige mich weiter mit Blanchieren, Grillen und Mixen.

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