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Vancouver (1)

„Katja, we need you a little earlier in Vancouver. Can you change your flight?”
Uhmm.

Dienstag, 4:15 am – Las Vegas – Der Wecker klingelt.

Gott sei Dank habe ich es aufgegeben auf Uhren zu sehen, Kalender ernst zu nehmen oder anhand der Gestirne den Wochentag festzustellen. Mein Leben wäre ein einziger Jet-Lag.

Jan & ich verbringen in Las Vegas einen tollen Honeymoon. Zumindest ist er effektiv. Die meisten Scheidungen werden ja beim ersten gemeinsamen Zusammenbau von BILLY-IKEA-Regalen oder während der Hochzeitsreise beschlossen. Wir dagegen haben nur wenig Zeit zum Streiten. Er steigt am Dienstag mit den Kindern und Daniel in die Condor nach Hamburg und ich fliege nach Kanada zum Arbeiten. PokerStars möchte neue Werbespots produzieren und hat ein paar Team-Mitglieder dazu eingeladen.

Der MacCarren Flughafen ist um 5:00 am noch trostloser als sonst. Normalerweise, wenn wir Las Vegas verlassen, überkommt mich entweder das Gefühl von „Na endlich – die Stadt ist ja sowas von rigged“ oder wahlweise “Oh, schade…, jetzt schon?!“. Aber nichts von alle dem. Ich bin einfach nur müde, ausgelaugt und will nach Deutschland ins eigene Bett oder von mir aus auch zurück ins Wynn. Dort habe ich während der WSOP 6 Wochen gewohnt und das gilt ja schon fast als „zu Hause“.

Brav reihe ich mich in die schon große Schlange von Air Canada ein. Vor mir eine Reisegruppe Asiatischer Mitbürger, die wohl versucht den Contest „Wie-Bringe-Ich-Flughafenmitarbeiter-Zum-Ausflippen“ zu gewinnen. Als ich nach eineinhalb Stunden endlich meine Boardkarte mit Sondervermerk habe, werde ich noch von der Security nach Miami-Flughafen-Manier gebügelt, durchleuchtet, darf Zahnpastatuben ausdrücken und den mir schon bekannten Drogenhund streicheln.

AirCanadaDetail

Um 10:00 am lande ich nach zweieinhalb Stunden in Vancouver.

Ich nehme mir ein Taxi und fahre ins Sutton Place Hotel in die Innenstadt. Auf dem Zimmer angekommen wartet ein riesiger Blumenstrauß, leider garniert mit einem lästigen Begleitschreiben. Der Tagesplan. Oder sagen wir besser: Der vorläufige.

„Katja, I have to warn you. The Schedule changes every hour. I am sorry.”

Macht ja nix. Uhrzeiten, Kalender und Mondphasen sind eh nicht so mein Ding.

Fortsetzung folgt.

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